Bembel & Gebabbel – Folge 120 mit Michael Wulf, Ben Berger & Peter Gerber.
Hessens kultigster Stammtisch-Talk macht die 120 voll! Auch bei Folge 120 ist gute Laune vorprogrammiert. Zu erzählen gibt es spannende Geschichten über drei Jahre Isolation mitten im Schwarzwald, Klicks für Handwerk und Flugzeuge über den Wolken. Im Biergarten der Lohrberg Schänke begrüßt Gastgeber Bernd Reisig dieses Mal: Survivor und Buchautor Michael Wulf, Contentcreator und Schreiner Ben Berger und Condor-Chef Peter Gerber.
„Ich habe drei Jahre lang in einer Erdhöhle im Wald gelebt.“
Für Michael Wulf war der Wald drei Jahre lang sein Zuhause. Auch im Winter bei Eiseskälte und Minusgraden (über)lebte er dort in einer selbstgebauten Höhle. Wie er das geschafft hat und was diese Zeit in ihm verändert hat, darüber spricht Wulf ungeschönt und ehrlich an Hessens kultigstem Stammtisch. „Ich wollte mit dem Wald leben und nicht im Wald jagen“, erzählt der einstige Waldbewohner im Talk mit Bernd Reisig. Ernährt habe er sich ausschließlich von Löwenzahn, Brennnesseln und Baumrinde. „Besonders Lindenblätter sind köstlich“, so der Survivor. Was die Begegnung mit einem ausgewachsenen Wildschwein in ihm ausgelöst hat und was er aus den drei Jahren ohne Geld, Wohnung und Handy mitgenommen hat, beschreibt er nicht nur eindrucksvoll in seinem Buch „Drei Jahre im Wald“, sondern berichtet er an diesem Abend auch authentisch auf dem Lohrberg. Gänsehaut!
„Ich bin sechs Mal von der Schule verwiesen worden, habe einem meiner Lehrer aber viel zu verdanken.“
Ben Berger wollte eigentlich selbst Lehrer werden, hat sich dann aber kurz vor Beendigung seines Studiums umentschieden und arbeitet heute als Schreiner. Inzwischen kennt man ihn vor allem als handwerklichen Contentcreator, der über die Sozialen Netzwerke Lust auf’s Handwerk macht. Mit seinen oftmals humorvollen Clips will er sein Handwerk attraktiver machen und für Nachwuchs in den Handwerksbetrieben sorgen. Bei BEMBEL & GEBABBEL spricht der Wahlpfälzer über seinen eigenen Betrieb in einem kleinen Dorf in der Südpfalz, welche Rolle sein Outing für seine Karriere spielte und warum er zu Schulzeiten eher unbequem war. „Ich war faul, frech und habe insgesamt sechs Schulverweise gesammelt – trotzdem habe ich meinem alten Erdkundelehrer viel zu verdanken“, so der handwerkliche Influencer. Er habe damals sein Potenzial erkannt und das Gespräch zu ihm gesucht. „Das hat viel mit mir gemacht und mich verändert. Ich wurde zum Einser-Schüler und hoffe, dass ich auch irgendwann einem Menschen so eine Chance geben und zu so einem Sprung verhelfen kann“, so Berger. Dass der handwerklich begabte Tischler mit seinen Händen mehr kann als Hämmern, Schrauben und Sägen und dennoch einige Handwerks-Klischees erfüllt, stellt Ben Berger im Talk eindrucksvoll unter Beweis.
„Ich habe einer Schachpartie meine Karriere zu verdanken.“
Peter Gerber ist Airline-Chef, Schachprofi und waschechter Hesse. Gebürtig kommt der Condor-CEO aus Gießen, lebt inzwischen in Butzbach und wäre nach seinem Studium fast im Journalismus „gelandet“. Warum eine Partie in der zweiten Schach Bundesliga dafür sorgte, dass Gerber damals bei der Lufthansa anheuerte, erzählt der Airline-Chef bei Hessens Kult-Talk. Seit 2024 ist er bei Condor und hat in der Fliegerei „schon so gut wie alle Bereiche durchlaufen,“ so Gerber. Beim Thema „Flugpreise“ gibt der Condor-Chef ehrliche Einblicke in seine tägliche Arbeit.
Als waschechter Eintracht-Fan sei der Condor-Flieger im SGE-Design ein besonderes Highlight für den schachaffinen Airline-Boss gewesen. Ob es schon bald eine Maschine im kultigen BEMBEL & GEBABBEL Look geben könnte, gibt’s in der aktuellen Folge von Hessens Kult-Talk zu sehen.